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Ottensheim, das Otelo und das Hochwasser

Am 13. Mai war ich in Ottensheim, einer Marktgemeinde an der Donau etwa 10km westlich von Linz. Dort ist einer der fünf österreichischen Otelo-Standorte. Otelo steht für „Offenes Technologie-Labor“ und genau darum geht es. Wobei Technologie sehr breit gefasst ist. Es geht darum andere Formen des Arbeitens und Zusammenlebens, der gesellschaftlichen Mitgestaltung und nachhaltiger Produktion…

Kein Jederland

In meinem Bericht von Düsseldorf über das „Niemandsland“ hatte ich ja geschrieben, dass es sich eigentlich um ein „Jedermannsland“ handelt. Nur wenige Tage später, bei einem Symposium an der Technischen Universität Wien (es gab dort auch einen Workshop zu Commons) lernte ich das Projekt „Jederland“ kennen. Zwei Frauen des Bozener Kunstprojekts Lungomare waren gekommen um…

Commons-freundliches Recht: was legitim ist, sollte auch legal sein

Das Recht auf Commons war historisch eine Einschränkung des Rechtes auf ausschließendes Privateigentum und eine Begrenzung der Macht des Königs und bedeutet entsprechend heute eine ebensolche Begrenzung der Macht des Staates, bzw. der Regierungen. Was das konkret heißt, darüber hatten wir eine sehr spannende Diskussion bei meinem Workshop bei der Attac Sommerakademie. Es ging darum,…

Die Olympische Einhegung der Commons

Letze Woche war in Ö1 ein interessantes Radio-Kolleg über die Auswirkungen der Olympischen Spiele auf das Londoner East End: Versprochen wurde, dass die Investitionen in Milliardenhöhe der lokalen Bevölkerung zigtausende Jobs, günstige Wohnungen und neue Perspektiven bringen. Doch diese Hoffnungen sind bei vielen erloschen, die Wohnungspreise überhitzt, lokale Geschäfte wurden abgesiedelt oder sind von selbst…

17. April – Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes

Am 17.  April 1996 wurden AktivistInnen der brasilianischen Landlosenbewegung MST von der Polizei brutal ermordet. Seither gilt dieser Tag als Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes. Weltweit werden von Via Campesina und befreundeten Organisationen  unterschiedliche Aktionen druchgeführt – so auch morgen und die kommenden Tage in Wien. In allen Zeiten war der Zugang zu Land um die eigene Versorgung…

StadtLesen

Einmal im Jahr kann man für ein paar Tage am Grazer Hauptplatz sitzen – und nicht nur das, man kann es sich gemütlich machen, liegen, herumknotzen und dabei lesen. Sitzmöglichkeiten auf dem Hauptplatz sind sonst in Graz verpönt, denn es könnten sich ja dort auch Punks, Betrunkene, Obdachlose oder sonstige Subjekte hinsetzen, die die Ästhetik…

Ernährungssouveränität und Recht auf Stadt sind nicht zu trennen

Oberösterreich sucht nach Strategien um die Abwanderung aus den Stadtzentren zu verhindern, berichtet der Standard vom 7. Juni 2011. Gaby Pils, die Stadtmarketing-Chefin der oberösterreichischen Kleinstadt Enns wird dort mit dem Ausspruch zitiert: „Die Stadt ist ein Produkt – wie ein Milchpackerl. Der Inhalt darf nicht sauer sein. Fühlt sich die Bevölkerung gut, fühlt sich…