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Politisierung der Subsistenz

Vom 13. – 15. April fand im Tagungshaus Wernsdorf bei Berlin ein BUKO Seminar mit dem Titel „Lokal, glokal, utopistisch – Wirtschaft für die Welt von morgen“ statt. Für die ÖsterreicherInnen: BUKO steht für „Bundeskoordination Internationalismus“, eine Dachorganisation von „linken“ entwicklungspolitischen Gruppen, die das herkömmliche Entwicklungsparadigma kritisieren und die sogenannte „Unterentwicklung“ im Süden als immanenten…

17. April – Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes

Am 17.  April 1996 wurden AktivistInnen der brasilianischen Landlosenbewegung MST von der Polizei brutal ermordet. Seither gilt dieser Tag als Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes. Weltweit werden von Via Campesina und befreundeten Organisationen  unterschiedliche Aktionen druchgeführt – so auch morgen und die kommenden Tage in Wien. In allen Zeiten war der Zugang zu Land um die eigene Versorgung…

Gegen Angst und Alternativenlosigkeit – und strukturelle Gewalt

Weil Banken gerettet werden müssen (too big to fail) muss anderswo gespart werden. Und gespart wird bei denen, die sich am wenigsten wehren können, die keine Lobby haben. Das mussten in den letzten Jahren unter anderen auch jene erfahren, die im Sozial-, Bildungs- oder Gesundheitsbereich arbeiten und besonders auch KünstlerInnen, für die es oft besonders…

Unsere Träume sind zu groß für eure Wahlurnen

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hatte Michael Hardt zu einer Luxemburg lecture geladen mit dem Titel „What to do with a crisis?“ Im Ankündigungstext hieß es: Kapitalistische Herrschaft beruht immer auf der Produktion von Subjektivitäten. Die aktuelle Gesellschaftskrise, welche die anhaltende ökonomische Krise begleitet, wird von vier Figuren der Subjektivität charakterisiert. Denen, die verschuldet sind. Solche, die durch…

Nicht die Karten sind falsch, die Spielregeln sind anders!

Kolja Mendler hat einen Artikel zur Verteidigung der Gemeinwohlökonomie geschrieben. Das ist sein gutes Recht und es ist durchaus begrüßenswert, wenn sich VertreterInnen der GWÖ mit ihren KritikerInnen auseinandersetzen. Und es ist auch normal, dass man – aus unterschiedlichen Weltanschauungen und Perspektiven kommend – unter verschiedenen Begriffen verschiedene Dinge versteht. Man kann dann endlos über…

Die Sprache der Subalternen

Der Begriff „Subalterne“ stammt aus der Hegemonietheorie von Antonio Gramsci, er hat damit die Gruppen von Menschen bezeichnet, „denen der Zugang zu hegemonialen Teilen der Gesellschaft verschlossen ist“. Eine ähnliche Definition habe ich im Radio vor einiger Zeit für „Prekariat“ gehört, ich weiß leider nicht mehr von wem: Zum Prekariat gehören demnach „Menschen, die vom…

Gesucht: Alternativen

Die Ratlosigkeit ist groß. Die Krise – schon x-mal für überwunden erklärt – mausert sich zum Wiedergänger. Erst Subprime-, dann Finanz-, dann Wirtschafts- nun Staatsschuldenkrise. Und die wird uns wohl noch länger erhalten bleiben, es gibt hier noch ausreichend Betätigungsmöglichkeiten für Finanzmärkte und Ratingagenturen. Es wird zwar viel geredet über Haircuts und Rettungsschirme, viel versprochen…