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Wenn Gesundheit als Wachstumsmarkt gesehen wird

Immer wieder wird, wenn es um Wirtschaftswachstum geht, argumentiert, dass es ja Bereiche gäbe, die durchaus wachsen könnten, etwa Bildung, Pflege, Gesundheit. Ich weise in meinen Vorträgen immer darauf hin, dass ich das für ziemlich fragwürdig halte. Was die Bildung betrifft, bin ich mir nicht sicher, was allerdings Gesundheit und Pflege betrifft, ist es eindeutig:…

Mit der Care Revolution zum guten Leben

Diese Rezension ist in der Juni-Ausgabe der CONTRASTE erschienen. Die Aktionskonferenz Care Revolution im März 2014 in Berlin stellte eine Art Wendepunkt in der Care-Diskussion dar: Die Argumentation bewegte sich aus der häufig anzutreffenden Defensiv- und Opferposition hin zu einem selbstbewussten Verständnis von Care als Grundlage für jede Form des Wirtschaftens und Ausgangspunkt für eine…

Core Economy

In letzter Zeit hat sich für mich eine Erkenntnis herauskristallisiert: Jeder Gesellschaftsentwurf muss auch danach beurteilt werden, welche Rolle in ihm die sogenannten „Care-“ oder „Reproduktionstätigkeiten“ spielen. Bleiben sie unsichtbar, weil transormatorisches Potenzial hauptsächlich in der Lohnarbeit oder zumindest im „öffentlichen“ Bereich gesehen wird? Oder weil die Verkünder dieser Ideen einfach nicht dran denken, weil…

Das Nürnberger Netzwerktreffen

Letzten Mittwoch und Donnerstag waren wir in Nürnberg. Wir das sind 13 Personen, die für unterschiedliche Modelle alternativen Wirtschaftens stehen und diese aus verschiedensten Anlässen auch aktiv vorstellen und vertreten. Da waren VertreterInnen der Gemeinwohlökonomie, der solidarischen Ökonomie, von Transition Towns, von attac, der Wachstumskritik und eben auch der Commmons-Idee, vertreten durch Silke Helfrich und…

Das ABC des guten Lebens

Mehr als einen Monat ist es schon wieder her, seit ich bei der Armutskonferenz mit Antje Schrupp über das „Gute Leben“ diskutiert habe. Dabei ging es natürlich einerseits um unser Buch, um Solidarische Ökonomie und die Commons, andererseits auch um ein Büchlein, das Antje Schrupp gemeinsam mit mehreren Mitautorinnen verfasst hat: „Das ABC des Guten…

Gegen Angst und Alternativenlosigkeit – und strukturelle Gewalt

Weil Banken gerettet werden müssen (too big to fail) muss anderswo gespart werden. Und gespart wird bei denen, die sich am wenigsten wehren können, die keine Lobby haben. Das mussten in den letzten Jahren unter anderen auch jene erfahren, die im Sozial-, Bildungs- oder Gesundheitsbereich arbeiten und besonders auch KünstlerInnen, für die es oft besonders…